Bei der Mitgliederversammlung der Metalltechnik-Innung Westfalen-Süd am 22.09.2026 wurden Neuwahlen durchgeführt.
Neuer Obermeister der Innung ist nun Herr Roland Hunold. Zur stellvertretenden Obermeisterin wurde Pauline Schwarz gewählt.
Die neue Führung bedankte sich bei ihren Vorgängern für die geleistete Arbeit der letzten Jahre. Sowohl der ehemalige Obermeister Peter Herling als auch sein Stellvertreter Tobias Poggel bleiben der Innung weiterhin als Vorstandsmitglieder erhalten.
Wir wünschen dem neuen Team viel Erfolg!
Pressemitteilung:
Datum: 09.09.2026
Ort: Haus der Siegerländer Wirtschaft, Siegen
„Demokratie lebt vom Austausch. Gleichzeitig gilt für mich ganz klar: Dort, wo Hass anfängt, Ausgrenzung oder Extremismus den Respekt verdrängt, endet für mich jede gute Diskussion. Unterschiedliche Meinungen dürfen uns trennen. Respekt voreinander darf es nicht. Und eigentlich ist das im Handwerk ganz ähnlich. Auf der Baustelle funktioniert Zusammenarbeit nur mit Vertrauen, Ehrlichkeit und Respekt. An unsere neuen Gesellinnen und Gesellen möchte ich daher einen Wunsch richten: Seid fachlich gut, aber bleibt auch menschlich zuverlässig. Loyalität heißt nicht, immer einer Meinung zu sein. Es heißt, Probleme dort anzusprechen, wo sie entstehen und dem Betrieb zuverlässig – auch in schwierigen Zeiten – zur Seite zu stehen und helfen Lösungen zu finden“. Mit diesen nachdenklichen Worten eröffnete Lehrlingswart Sebastian Soose von der Maler- und Lackierer-Innung Westfalen-Süd kürzlich die Freisprechungsfeier im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen. Für 22 Gesellinnen und Gesellen endete mit der Feier, diesem Tag und dem Erhalt der Gesellenbriefe ihre Ausbildung. Sebastian Soose gratulierte den ehemaligen Auszubildenden für deren gute Leistungen und zu den bestandenen Gesellenprüfungen.
Lobende Worte gab es auch von Harald Görnig, dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.
Bevor der offizielle Teil in ein gemeinsames Abendessen überging, sprach Ophelia Altergott noch stellvertretend für alle Gesellinnen und Gesellen zu den Gästen des Abends: „Die heutige Freisprechungsfeier ist ein ganz besonderer Moment. Sie markiert das Ende unserer Ausbildungszeit und gleichzeitig den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Wir haben in den vergangenen Jahren nicht nur ein Handwerk gelernt, sondern auch Verantwortung übernommen, Ausdauer bewiesen und Kreativität entwickelt“.
Bestanden haben:
Wintergesellenprüfung 2025/2026
Jason Niemann (POLYGON Deutschland GmbH, Olpe)
Sommergesellenprüfung 2026
Gabar Acar (Malerfachbetrieb Rath GmbH, Kreuztal
Ophelia Altergott (Jens Otto GmbH & Co. KG, Bad Laasphe)
Maja-Charlotte Bode (Maler-Krafft GmbH, Freudenberg)
Lina Ermert (Althaus GmbH, Bad Berleburg)
Tim Feldmann (Feldmann GmbH, Finnentrop)
Maurice Graefen (Maler Tillmann GmbH, Kirchhundem)
Tim Niklas Jung (Jens Otto GmbH & Co. KG, Bad Laasphe)
Emir Kadter (POLYGON Deutschland GmbH, Olpe)
Lilly Klingelhöfer (Hengst Handwerk GmbH, Bad Laasphe)
Phillip Künchen (baier Malerfachbetrieb GmbH, Lennestadt)
Hanna Loos (Malerbetrieb Hentschel GmbH & Co. KG, Freudenberg)
Sascha Makhold (tmd Malerbetrieb GmbH & Co. KG, Siegen)
Stefania Masnic (Sprint Sanierung GmbH, Olpe)
Celina Chiara Neumann (Hengst Handwerk GmbH, Bad Laasphe)
Pascal Otterbach (Malerbetrieb Hentschel GmbH & Co. KG, Freudenberg)
Ali Sajad Rezai (Hubertus Reuber, Drolshagen)
Julian Schlabach (Althaus GmbH, Bad Berleburg)
Max Tiunov (57 Sanierung GmbH, Siegen)
Daniel Vronskyy (Malerfachbetrieb Rath GmbH, Kreuztal)
Angelin Weller (Althaus GmbH, Bad Berleburg)
Muhammed Yildirim (POLYGON Deutschland GmbH, Olpe)
Text und Fotos: Kai Osthoff
Wie vielfältig die beruflichen Perspektiven im Handwerk sein können, zeigte sich den neuen Auszubildenden bereits bei ihrer Begrüßung. Parallel zur Einführungsveranstaltung fand der Kammerwettbewerb der Zimmerer im AWZ Bau statt. Fünf Gesellinnen und Gesellen aus dem Kammerbezirk Südwestfalen traten dabei gegeneinander an und stellten ihr fachliches Können unter Beweis. Jannik Schneider aus Reichshof, von der Firma Hausbau Langer GmbH in Wenden-Gerlingen, hat das Rennen um den Einzug in den Landeswettbewerb für sich entschieden. Auf den 2. Platz kam Linus Marcel Alte aus Nachrodt-Wiblingwerde, von der
Firma Holzbau Stricker GmbH & Co. KG, Iserlohn. Den 3. Platz belegte Jakob Stimpel aus Herscheid, von der Zimmerei Stefan Kaufmann, Herscheid.
Für die Berufsanfänger war der Wettbewerb zugleich ein Blick in die Zukunft. Der Kammerwettbewerb ist die erste offizielle Wettbewerbsstufe der Deutschen Meisterschaft im Handwerk – German Craft Skills, die früher unter dem Namen „PLW – Profis leisten was“ bekannt war. Die besten Nachwuchskräfte messen sich zunächst auf Ebene der Handwerkskammern und können sich anschließend für die weiteren Wettbewerbsstufen qualifizieren.
„Für unsere neuen Auszubildenden ist es interessant zu sehen, wohin der Weg führen kann“, sagt Schmid. „Eine Ausbildung im Handwerk ist weit mehr als der Einstieg in einen Beruf. Wer Engagement zeigt und sein Handwerk beherrscht, dem stehen viele Türen offen.“
Mit dem neuen Ausbildungsjahr beginnt für die jungen Menschen damit nicht nur ein neuer Lebensabschnitt. Sie werden zugleich zu einem wichtigen Teil des Fachkräftenachwuchses, den die regionale Bauwirtschaft dringend benötigt.
Die überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge des AWZ Bau werden mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages -, das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union durchgeführt.
Text und Foto: AWZ Bau
Pressemitteilung: Freisprechungsfeier der Bäcker-Innung Westfalen-Süd
Datum: 12.09.2026
Ort: Dorint-Parkhotel Siegen
„Für mich als Obermeister ist dieser Tag jedes Jahr aufs Neue ein absoluter Höhepunkt. Warum? Weil wir heute das Fundament unserer Zukunft feiern. Wir feiern junge Menschen, die sich für ein Handwerk entschieden haben, das so alt ist wie die Zivilisation selbst – und das gleichzeitig so modern und unverzichtbar ist wie eh und je“, sagte Georg Sangermann als Obermeister der Bäcker-Innung Westfalen-Süd kürzlich im Dorint-Parkhotel in Siegen-Geisweid. Dort ehrte die Bäcker-Innung die bestandenen Gesellinnen und Gesellen und überreichte ihnen ihre Gesellenbriefe.
„Als Bäcker und Fachverkäuferinnen haben wir einen der schönsten Berufe. Wir dürfen täglich mit allen Sinnen genießen. Das heißt schmecken, riechen, fühlen, sehen, hören und am Ende des Tages das Ergebnis unserer Arbeit auch noch vernaschen“, so Sangermann. Er lobte in hohem Maße die Leistungen, die die ehemaligen Auszubildenen in den drei Jahren Lehre als große Herausforderung sehr gut erbracht hatten. Und am Ende gab er den frischen Gesellinnen und Gesellen noch mit auf den Weg: „Der Gesellenbrief ist kein einfaches Stück Papier. Er ist ein Wertpapier. Er ist der Beweis dafür, dass Sie etwas können, was keine Künstliche Intelligenz und kein Industrie-Automat ersetzen kann: Echte, leidenschaftliche Handwerksarbeit, die man schmecken und fühlen kann“.
Handwerk ist Leidenschaft
„Wir sind einzigartig. Es ist schön, im Handwerk eine Ausbildung zu machen. Denn im Handwerk macht man etwas mit ganz viel Leidenschaft“, fasste es Harald Görnig als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd in seinen Grußworten zusammen. Er selbst sei Metallbauermeister und wisse genau, wovon er spreche.
„Als Schulleiter des Berufskollegs AHS freue ich mich besonders, bei diesem festlichen Anlass als Gast dabei zu sein und den jungen Menschen zu gratulieren, die wir während ihrer Ausbildung im Berufsschulunterricht begleiten durften“, sagte Uwe Gelkermann. „Die Freisprechung ist weit mehr als ein formaler Abschluss. Sie ist der sichtbare Beweis dafür, dass aus Auszubildenden nun Fachkräfte geworden sind, auf die unser Handwerk zählen kann“, so der Schulleiter.
Folgende Personen haben die Gesellen bzw. Abschlussprüfungen Winter 2025/2026
und Sommer 2026 im Bäckerhandwerk bestanden und erhielten ihren Gesellenbrief:
BÄCKER/INNEN Wintergesellenprüfung 2025/2026
Franz Lasse Walkenbach (Georg Sangermann, Olpe)
BÄCKER/INNEN Sommergesellenprüfung 2026
Luis Rothe (Bäckerei Geisen GmbH, Neuwied)
Daline Stinn (Bäckerei Tröster GmbH & Co. KG, Lennestadt)
FACHVERKÄUFER/INNEN Sommerabschlussprüfung 2026
Sandy Cindy Christiane Cornil (Dornseifer GmbH & Co. KG, Wenden
Jana De Gasperis (Großbäckerei Schneider GmbH, Netphen)
Florentina Neziraj (Dornseifer GmbH & Co. KG, Wenden)
Die Prüfungsbesten
Bäcker/innen:
1. Luis Rothe (Bäckerei Geisen GmbH, Neuwied)
2. Daline Stinn (Bäckerei Tröster GmbH & Co. KG, Lennestadt)
3. Franz Lasse Walkenbach (Georg Sangermann, Olpe)
Text und Fotos: Kai Osthoff
AWZ Bau begrüßt neue Auszubildende – Straßenbau besonders gefragt!
Der Start ins Berufsleben ist für 134 junge Menschen in diesem Jahr eng mit dem Bauhandwerk verbunden. Mit Beginn der überbetrieblichen Ausbildung 2026 hat das Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) in Kreuztal-Fellinghausen seine neuen Auszubildenden begrüßt. Bei der kürzlich stattgefundenen Einführungsveranstaltung konnten die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten und Vertretern ihrer Ausbildungsbetriebe das Zentrum und ihre künftigen Ausbilder kennenlernen.
Das Einzugsgebiet des AWZ Bau reicht dabei über die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe hinaus. Auch Zimmerer-Auszubildende aus dem Kreis Hagen absolvieren ihre überbetriebliche Ausbildung in Kreuztal.
Besonders groß ist in diesem Jahr wieder das Interesse am Straßenbau. 55 junge Menschen haben sich für eine Ausbildung im Straßenbauerhandwerk entschieden. Hinzu kommen 17 Betonbauer und Stahlbetonbauer*innen, vier Fliesen-, Platten- und Mosaikleger*innen, 18 Maurer*innen, 26 Zimmerer*Zimmerinnen und drei Auszubildende die auf Grund ihrer Vorbildung direkt im 2. Ausbildungsjahr starten konnten. Auch für elf dual Studierende begann in diesem Jahr bereits Anfang Juni der Einstieg in das Bauingenieurwesen. Sechs von ihnen kommen aus dem gewerblichen Bereich, fünf absolvieren parallel die Ausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur beziehungsweise zur Bautechnischen Konstrukteurin. Sie starteten mit einem achtwöchigen Grundlehrgang im AWZ Bau.
Für die Ausbildung zum Straßenwärter beziehungsweise zur Straßenwärterin liegen derzeit weitere 19 Anmeldungen des Landesbetriebs Straßenbau NRW und der Autobahn GmbH vor.
„Wir brauchen Handwerker“, sagt Heiko Schmid, Geschäftsführer des AWZ Bau. Der Bedarf an Fachkräften sei angesichts des hohen Sanierungsbedarfs generell und gerade offensichtlich bei Straßen, Brücken und Autobahnen weiterhin groß. „Was wir derzeit an der A45 sehen, ist nur ein Beispiel dafür, welche Aufgaben vor uns liegen“, so Schmid.
Während die Ausbildungszahlen im Zimmererhandwerk stabil sind und der Straßenbau erneut deutlich nachgefragt wird, stellt sich die Situation für die Ausbildungsbetriebe insgesamt zunehmend schwieriger dar. Die heimischen Unternehmen berichten von weniger Bewerbungen als in den vergangenen Jahren. Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses bleibt damit eine zentrale Aufgabe für das regionale Bauhandwerk.
Um dem Rückgang bei den Bewerberzahlen entgegenzuwirken, gehen Unternehmen zunehmend neue Wege. Dazu gehören auch internationale Ausbildungsprojekte. So beteiligen sich Betriebe aus der Region unter anderem an dem Projekt „Internationale Ausbildung“ des Kreises Siegen-Wittgenstein sowie am Projekt Global Skills Partnership (GSP). Das von den Bauverbänden NRW e. V. gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gGmbH entwickelte Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung legaler und fairer Wege für die Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden aus Ghana und Senegal für das deutsche Baugewerbe.
Text und Foto: AWZ Bau
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