„Dass Informationsbedarf bei den Menschen besteht, haben wir ja an der regen Beteiligung gesehen“, erklärte Bernd Elter kürzlich im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur Woche der Wärmepumpe. Die fand am Berufskolleg Technik in Siegen statt und lockte zahlreiche Besucher an. „Diese Veranstaltung richtete sich zugleich an Privatpersonen und auch an Unternehmen aus den Bereichen des Elektro,- und des Sanitär-Heizung-Klimahandwerks“, gaben die Obermeister der Fachinnung Sanitär-Heizung Klima Siegen-Wittgenstein Karl-Friedrich Bublitz und Obermeister der Elektro-Innung Siegen Bernd Elter bekannt.
Heizen, Solar, Photovoltaik, Wärmepumpen, Nachhaltigkeit und der Verzicht auf fossile Brennstoffe sind mittlerweile Begriffe, die in vielen Medien tagtäglich zu lesen und hören sind. Dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, seine eigenen vier Wände zu heizen und das auch noch zukunftsfähig zu gestalten, merkten die Besucher im Rahmen der Informationsveranstaltung an den unterschiedlichen Info-Ständen der verschiedenen Hersteller. Fünf Aussteller präsentierten sich in den Räumlichkeiten des Berufskollegs und auf dem Parkplatz hinter dem Gebäude in speziellen Ausstellungsfahrzeugen. Vor rund 350 Besuchern sprach Bernd Elter in der ersten Vortragswelle, die am Morgen gestartet war. Am Vormittag suchten auch zahlreiche Berufsschüler die Infostände auf, um sich im Rahmen ihrer Ausbildung zu informieren. „Die Berufsschüler haben sich besonders bei uns für die Technik interessiert, die im Kasten verbaut ist“, erklärte die Heizungsbaumeisterin Lea Dietrich von der Firma Schedler aus Siegen. Sie informierte die Besucher über die Produkte eines Herstellers und stellte Hybridlösungen vor. Diese seien vor allem bei Umrüstungen der Heizung in Gebäude mit erhöhtem Wärmeleistungsbedarf denkbar. Beispielsweise bei Altbauten, die in der Regel noch schlecht gedämmt seien.
Dass es nicht grundsätzlich um das Alter des Hauses ging, wurde in den Vorträgen in der Schulaula deutlich. Dabei stellten die Referenten Daniel Klaas von der Firma Schedler, Herr Joerg Vorländer von der Firma Bosch und Thorsten Reiter Fachinnung SHK-Siegen-Wittgenstein unter anderem das Funktionsprinzip der Wärmepumpe vor und erläuterten dabei, welche Arten es genau gibt mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen. „Im Endeffekt sollte aber für jede Immobilie mit einem genauen Beratungsgespräch vorher abgeklärt werden, welche Technik sich eignet“, so die Herren. In diesem Punkt arbeite das Elektro und Sanitär-Heizungsbauhandwerk eng zusammen, um für den Endkunden das passende Produkt auszuwählen und zu verbauen.

Die Informationsveranstaltung zur "Woche der Wärmepumpe" lockte zahlreiche Besucher an.
Freude im AWZ Bau: Die Nachwuchskräfte im Bauhandwerk freuen sich über ihren Erfolg. V.l.n.r.: Obermeister der Bauinnung Westfalen-Süd Stephan Hundhausen, Jannik Bosch, Alexander Dicke, Aaron Masuch, Chiara-Maria Halbe, Benedikt Hayn und Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer des AWZ Bau.
Kreuztal-Fellinghausen. Im Rahmen des 2. Ausbildertreffens im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) in Kreuztal-Fellinghausen konnten wieder einmal herausragende handwerkliche Leistungen junger Handwerkerinnen und Handwerker gefeiert werden. Neben dem Austausch stand deshalb auch die Ehrung fünf talentierter Nachwuchskräfte im Bauhandwerk auf dem Programm.
Um die jungen Menschen in ihrer Ausbildungszeit gut und erfolgreich zu unterstützen, ist der Austausch zwischen den Verantwortlichen im Ausbildungsbetrieb, im Berufskolleg und im Ausbildungszentrum sehr wichtig. Deshalb hat das AWZ Bau nach erfolgreichem Auftakt dieses Veranstaltungsformats im letzten Jahr wiederum Ausbilderinnen und Ausbilder der Betriebe sowie Lehrerinnen und Lehrer der Berufskollegs eingeladen, um sich kennenzulernen, auszutauschen und auch zusätzliche Inhalte der überbetrieblichen Ausbildung zu besprechen.
Erfolgreich beim Landeswettbewerb
Die Früchte ihrer erfolgreichen Ausbildung konnten indes eine Handwerkerin und drei Handwerker ernten: Sie haben nach erreichtem Kammersieg in ihren Gewerken auch auf Landesebene ihr handwerkliches Können unter Beweis gestellt und gehören nachweislich zu den besten Junghandwerkerinnen und Junghandwerkern in Nordrhein-Westfalen. Auf dem Siegerpodest ganz oben standen als Landesbeste ihres Gewerks Alexander Dicke aus Freudenberg (Beton- und Stahlbetonbauer, Otto Quast GmbH & Co. KG) und Benedikt Hayn aus Netphen (Tiefbaufacharbeiter mit Fachrichtung Straßenbau, Otto Quast GmbH & Co. KG). Zweiter Landessieger im Beton- und Stahlbetonbau wurde Jannik Bosch aus Netphen (W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH, Siegen). Im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk hat Chiara-Maria Halbe aus Wenden (Ausbildungsbetrieb: M. Stahl GmbH & Co. KG, Freudenberg) den 2. Platz erreicht. Der Obermeister der Bauinnung Westfalen-Süd und Beiratsvorsitzende des AWZ Bau Stephan Hundhausen gratulierte den jungen Menschen herzlich und drückte seine Anerkennung aus: „Mit Ihrem Erfolg hängt eine ganz wichtige Sache zusammen: Ihr Fleiß! Talent und Können allein genügen nicht, um eine solche Platzierung zu erreichen. Darüber hinaus ist eine außergewöhnliche Einsatzbereitschaft gefragt.“ Diese Eigenschaft erachtet Stephan Hundhausen als besonders wichtig für den erreichten Erfolg, aber auch für die Zukunft deutscher Unternehmen angesichts der herausfordernden Meldungen, die aktuell aus der Wirtschaft zu vernehmen sind. Ebenso dankte Stephan Hundhausen den Ausbilderinnen und Ausbildern in den Betrieben und auch im AWZ Bau: „Erfolg ist nie die Sache eines Einzelnen. Dahinter steckt auch immer das Engagement mehrerer Menschen, die Sie begleitet, motiviert und Ihnen etwas beigebracht haben: Ausbilder, Familien und Freunde beispielsweise. Mich machen Ihre hervorragenden Ergebnisse bei den Landeswettbewerben stolz, denn das zeigt auch, dass wir hier in der Region etwas richtig machen.“
Den Worten von Stephan Hundhausen schloss sich auch Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer des AWZ Bau, an und motivierte die erfolgreichen Fachkräfte, ihre Erfahrung auch an nachfolgende junge Leute weiterzugeben. Anschließend wurde im Beisein von Ausbildungsbetrieben, Ausbildern sowie Vertretern der Bauinnung und der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Fachgruppe, die Auszeichnungen und Präsente überreicht. Als Anerkennung ihrer Leistungen erhielten die jungen Fachkräfte einen gläsernen Pokal sowie ein hochwertiges Werkzeug.
Aaron Masuch bei den WorldSkills: Leidenschaft, Können und immenser Einsatz
Besondere Einsatzbereitschaft zeigte auch Aaron Masuch. Nachdem auch er zunächst als Maurer auf Landesebene ganz oben auf dem Treppchen gestanden hatte, führte ihn sein Weg über die Deutschen Meisterschaften ins Nationalteam des Maurerhandwerks bis hin zu den WorldSkills – den Weltmeisterschaften der Berufe –, die in diesem Jahr im französischen Lyon stattgefunden haben. Dort belegte der 22-Jährige einen hervorragenden 6. Platz und wurde zudem mit einer Exzellenzmedaille ausgezeichnet. Die Unterschiede zwischen den Platzierten waren denkbar knapp und kaum sichtbare Nuancen haben am Ende entschieden.
Erst im zweiten Anlauf fand Aaron Masuch nicht nur seinen jetzigen Beruf, sondern auch seine Berufung. Nach einer abgebrochenen schulischen Ausbildung im IT-Bereich entschied sich Aaron Masuch für eine Ausbildung zum Maurer. Zunächst sei das für ihn eben eine Ausbildung gewesen – nicht mehr aber auch nicht weniger. Im Verlauf keimte jedoch eine Begeisterung für den Beruf auf und die guten Noten taten ihr Übriges, um am Ende der Ausbildung den Kammersieg im Maurerhandwerk einzufahren. Nichts ahnend, welche Türen sich für ihn noch öffnen sollten, wurde Aaron Masuch anschließend NRW-Landessieger und nahm an den Deutschen Meisterschaften teil. Dort konnte er die Verantwortlichen des Nationalteams von sich überzeugen und wurde eingeladen, Teil der deutschen Nationalmannschaft im Maurerhandwerk zu sein. Dieses Team umfasst lediglich vier bis fünf talentierte Junghandwerker, die von den Trainern ausgewählt und gezielt angesprochen werden. Auch dabei spielt neben dem Können die besondere Einsatzbereitschaft eine große Rolle. Keine Sekunde habe er gezögert, obwohl damit sehr viel persönliches Engagement und ein hoher Zeitaufwand einhergehe, erklärt Aaron Masuch. Das hatte viele, viele Stunden im Auto sowie zahlreiche Trainingstage und -wochen in unterschiedlichen Regionen Deutschlands zur Folge. Insgesamt können in eineinhalb Jahren nun rund zwanzig Wochen Trainingszeit beziffert werden sowie einige zusätzliche Veranstaltungen. Ein Einsatz, der sich für Aaron Masuch ausgezahlt hat: Schließlich wurde der junge Reichshofer ausgewählt, um für Deutschland an dem internationalen Wettbewerb teilzunehmen. Was für eine Ehre! „Ich bin an diesen Erfahrungen zwar in Teilen auch fachlich, aber ganz besonders persönlich gewachsen und menschlich gereift“, resümiert Aaron Masuch. Sein Ausbilder im AWZ Bau, Thomas Rademacher, hat den jungen Mann von Anfang an mit Leib und Seele unterstützt, hat die Wettbewerbe begleitet und ist gemeinsam mit anderen Kollegen aus dem AWZ Bau sogar zu den WorldSkills nach Lyon gereist. Er überreichte dem jungen Handwerker nun im Rahmen der Ehrung ein besonderes Fotobuch, das dessen Werdegang von Beginn der Ausbildung an bis zur Teilnahme an den WorldSkills fotografisch dokumentiert. Aaron Masuch war gerührt und freute sich über dieses ganz persönliche Geschenk. Unter tosendem Applaus bekam er zudem einen gläsernen Pokal sowie zwei hochwertige Werkzeuge als Wertschätzung für seine Leistung überreicht. Nun möchte Aaron Masuch erst einmal als Geselle arbeiten (aktueller Betrieb: André Kaufmann Bauunternehmen GmbH, Wenden), bevor er in Zukunft seinen Meisterbrief anstrebt. „Ich möchte nicht nur ein guter Maurer sein, sondern ein guter Handwerker. Deshalb ist für mich der Erfahrungswert als Geselle wichtig und wertvoll. Ich kann auf den WorldSkills gewesen sein, wie ich will, aber wenn ich fachlich auf der Baustelle nicht performe, bin ich später auch kein guter Meister“, beschreibt der engagierte junge Mann seine Einstellung.

Maurergeselle Aaron Masuch belegte den hervorragenden 6. Platz und bekam eine Exzellenzmedaille bei den WorldSkills in Lyon.
Kreuztal. Das neue Ausbildungsjahr 2024 hat begonnen und das Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau gGmbH) in Kreuztal konnte kürzlich 126 junge Menschen begrüßen, die allesamt eine Ausbildung im Bauhandwerk absolvieren und zur überbetrieblichen Ausbildung nach Kreuztal-Fellinghausen kommen.
Trotz des aktuellen Konjunktureinbruchs in der Baubranche, ist eine Ausbildung im Bauhandwerk weiterhin attraktiv. So entschieden sich in diesem Jahr insgesamt 116 junge Männer und 10 junge Frauen für genau diesen Weg in ihre berufliche Zukunft: 15 Betonbauer, 1 Fliesenleger, 12 Maurer – darunter 1 Maurerin, 42 Straßenbauer – darunter 1 Straßenbauerin, 1 Stuckateur, 22 Zimmerer – darunter 1 Zimmererin sowie 18 Straßenwärter – darunter 2 Straßenwärterinnen vom Landesbetrieb Straßenbau NRW und der Autobahn GmbH. Erstmals finden sich auch internationale Auszubildende darunter, die gezielt nach Deutschland gekommen sind, um hier eine Berufsausbildung zu absolvieren.
Bereits im Juni starteten darüber hinaus 5 Duale Studentinnen und 10 Duale Studenten ihren achtwöchigen Grundlehrgang im Rahmen ihres Dualen Studienganges Bauingenieurwesen. Im Rahmen dessen absolvieren 6 junge Menschen eine Ausbildung im gewerblichen Bereich und 9 eine Ausbildung als Bauzeichner*in.
Wie in den Vorjahren entschieden sich auch 2024 viele junge Menschen für eine Ausbildung im regionalen Straßenbauerhandwerk. Die Nachfrage nach Bauleistungen im Straßenbau ist weiterhin hoch. Nach Einschätzung von Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer des AWZ Bau, wird sich dieser Trend auch in den nächsten Jahren fortsetzen, denn bundesweit seien immer noch zahlreiche Straßen, Brücken und Autobahnen sanierungsbedürftig. Auch im Zimmererhandwerk sind die Ausbildungszahlen stabil.
Gleichzeitig berichten die heimischen Unternehmen aus dem Bauhandwerk, dass insgesamt weniger Bewerbungen als in den Vorjahren eingegangen seien. „Die Anmeldungen sind sehr zurückhaltend. Im Mai hatten wir im Vergleich zum Vorjahr nur etwa die Hälfte an Anmeldungen. Die Jugendlichen entscheiden sich also wesentlich kurzfristiger als in den vergangenen Jahren“, bestätigt auch Judith Hamers, kaufmännische Geschäftsführerin des AWZ Bau. Die Unternehmen weisen darauf hin, dass aktuell noch Bewerbungsgespräche geführt werden und Einstellungen ebenfalls noch möglich sind.
Text und Foto(s): Rebecca Dalhoff/AWZ Bau
Stolze Gesichter im AWZ Bau: Neun Kammersieger aus fünf Berufsgruppen wurden ausgezeichnet.
Kreuztal-Fellinghausen. Im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) in Kreuztal-Fellinghausen werden stets herausragende Prüfungsleistungen gefeiert. Deshalb sind insgesamt acht talentierte Handwerker und eine herausragende Handwerkerin in einer kleinen Feierstunde als Kammersiegerin und Kammersieger ausgezeichnet worden.
Im Rahmen der Veranstaltung, an der Ausbildungsbetriebe, Ausbilder sowie Vertreter der heimischen Bau- und Zimmerer-Innungen teilgenommen haben, überreichte Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer des AWZ Bau, den stolzen Siegern ihre Auszeichnungen und Präsente und gratulierte ihnen herzlich. Als Anerkennung ihrer Leistungen erhielten die erfolgreichen jungen Fachkräfte einen gläsernen Pokal sowie eine personalisierte Wasserwaage. Schmid lobte besonders das Engagement der Ausbildungsbetriebe: „Ohne die Unterstützung und Förderung der Betriebe wäre all das nicht möglich gewesen, denn die Betriebe legen mit der qualitativ sehr guten Ausbildung den Grundstein für diesen Erfolg.“
Nach Kammersieg folgt Landeswettbewerb
Die beiden Nachwuchskräfte Chiara-Maria Halbe und Jannik Bosch sicherten sich den ersten Platz in ihrem Gewerk auf Kammerebene, drei weitere junge Fachkräfte den zweiten Platz und vier weitere Gesellen belegten den dritten Platz ihres jeweiligen Gewerks. Die Kammersieger qualifizieren sich jedes Jahr auf Basis ihrer Gesellenprüfungsnoten. Die Erstplatzierten können sich nun in den nächsten Wochen auf NRW-Landesebene mit den besten Junghandwerkern der anderen Handwerkskammern in ihrem Gewerk messen. Zur Vorbereitung auf diesen nächsten Wettbewerb werden die jungen Gesellen im AWZ Bau intensiv betreut und trainiert. Die Vorfreude und Anspannung sind spürbar – sowohl bei den Gesellen als auch bei den engagierten Ausbildern. „Glaubt an euch und bleibt dran. Mit Leidenschaft und Herzblut werdet ihr auch die nächste Herausforderung meistern,“ motivierte Thomas Rademacher, Ausbilder im Maurer- und Stuckateurhandwerk, die Nachwuchshandwerker. Er muss es wissen, denn gerade erst hat er den jungen Maurergesellen Aaron Masuch zu der Weltmeisterschaft nach Lyon begleitet. Auch er stand 2022 zunächst als Kammersieger an gleicher Stelle im AWZ Bau.
„Sie haben handwerkliche Fähigkeiten, die nicht jeder hat“
Auch Stephan Hundhausen, Obermeister der Bauinnung und Beiratsvorsitzender der AWZ Bau gGmbH und Matthias Dickel als Obermeister der heimischen Zimmerer-Innung gratulierten den jungen Fachkräften zu ihren herausragenden Leistungen. „Sie haben eine gute Entscheidung getroffen, als Sie sich für eine duale Ausbildung entschieden haben. Diese duale Ausbildung, wie wir sie in Deutschland bieten, ist auf der ganzen Welt anerkannt. Sie haben ihren Beruf von der Pike auf gelernt und der Erfolg gibt Ihnen nun recht. Sie können stolz auf das sein, was Sie erreicht haben und auch die Betriebe, die Ausbilder und die Innungen sind stolz auf Sie. In Ihren Gewerken sind Sie die Besten aus dem ganzen Kammerbezirk und haben handwerkliche Fähigkeiten, die nicht jeder hat. Bleiben Sie auch weiterhin dran. Seien Sie offen, auch weiterhin immer wieder neue Dinge zu lernen und sich weiterzuentwickeln“, so Stephan Hundhausen.
Die Kammersieger im Überblick
1. Platz:
Jannik Bosch, Beton- und Stahlbetonbauer (W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH, Siegen)
Chiara-Maria Halbe, Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin (M. Stahl GmbH & Co. KG, Freudenberg)
2. Platz:
Güney Eren Yilmaz, Beton- und Stahlbetonbauer (W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH, Siegen)
Vico Abdel Ghani, Maurer (Brederlow Bau, Neunkirchen)
Yannik Burghaus, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger (Christian Middel Fliesenfachgeschäft, Olpe)
3. Platz:
Jonathan Schnurbus, Beton- und Stahlbetonbauer (W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH, Siegen)
Marius Schulte, Straßenbauer (Straßen- und Tiefbau GmbH, Kirchhundem)
Jonathan-Joshua Diedrichs, Zimmerer (Büdenbender Hausbau GmbH, Netphen)
Jonah Zittlau, Zimmerer (OK-TEAM, Hattingen, HWK Dortmund)

Die beiden Erstplatzierten Chiara-Maria Halbe (Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin) und Jannik Bosch (Beton- und Stahlbetonbauer) treten in den nächsten Wochen bei den NRW-Landeswettbewerben in ihren Gewerken an.
Olpe. Obermeister Robert Pal von der Kfz-Innung Westfalen-Süd und Geschäftsführer Matthias Rink von der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd gratulierten kürzlich in Olpe dem Ehrenobermeister der Innung, Tonis Löhr, zum 80. Geburtstag.
Das Olper Urgestein Tonis Löhr war Gründer und Inhaber des Autohauses Löhr in der Olper Raiffeisenstraße, das mittlerweile von seinem Sohn Dirk geleitetet wird. Tonis Löhr ist mit dem Handwerk und insbesondere dem Kfz-Gewerbe in Olpe und Siegen-Wittgenstein seit langem eng verbunden. Er war jahrzehntelang ehrenamtlich in vielen Gremien und Ämtern des regionalen Handwerks engagiert. Vor der Fusion der beiden Kfz-Innungen im Jahr 2005 war Tonis Löhr Obermeister der Kfz-Innung Olpe, danach stellvertretender Obermeister der neuen Innung Westfalen-Süd. Darüber hinaus fungierte er viele Jahre als stellvertretender Kreishandwerksmeister und Delegierter im Kfz-Landesverband NRW. Nach seinem Ausscheiden aus dem Innungsvorstand wurde er zum Ehrenobermeister der Innung gewählt. Obermeister Robert Pal würdigte sein Engagement und dankte ihm für seinen Einsatz. Tonis Löhr habe mit einem Gestaltungswillen und seiner Beharrlichkeit die Interessen des Kfz-Gewerbes in der Region vorbildlich vertreten.
Besonders am Herzen lag ihm immer das Haus des Handwerks an der Olper Martinstraße, für dessen Erhalt und Modernisierung er sich in seinen Ämtern konsequent und mit Nachdruck eingesetzt hat. Dieses Gebäude als Dependance des Olper Handwerks in der Kreisstadt zu erhalten, war ihm immer ein wichtiges Anliegen. Dafür dankte ihm Matthias Rink, der die Geschäftsstelle seit 2011 leitet, ganz besonders. Dieses Filetstück in der Olper Innenstadt habe schon so manches Mal Begehrlichkeiten verschiedener Interessenten geweckt. Dass es als Vertretung des heimischen Handwerks erhalten belieben konnte, sei Tonis Löhr und weiteren Mitstreitern zu verdanken.
Der Jubilar, der sich bester Gesundheit erfreut, dankte für die Glückwünsche und versprach, auch weiterhin, so lange es seine Gesundheit es zulasse, die Innung aktiv zu unterstützen.
Text und Foto(s): KH